Leben | Grenzbereich Abtreibung

Frau und Mann - Detail aus sakraler Kunst (c)
Frau und Mann - Detail aus sakraler Kunst (c)

Am 7. Februar mahnen die katholischen Bischöfe und die „Bewegung für das Leben“, das gezeugte, noch ungeborene Kind im Schoß der Mutter möglichst zu bewahren.

„Hetze“ nennen das die heimischen Feministen von Ober bis Unter im Chor mit Kommunistinnen und Genuss-Emanzen. Hässliches politisch-mediales Gekeife.

Eine Abtreibung ist gewiß nichts Leichtes, es ist ein Grenzbereich des Lebens genauso wie die Grenzbereiche am Ende der Lebenstage. Moralische Urteile sind da immer heikel. Besinnung und Aufmunterung schon besser. Bewusstmachung allemal. Da stören die anschaulichen Plakate der Bewegung für das Leben wohl das schlechte Gewissen und weniger den guten, jedoch nicht geglückten Vorsatz.

Das Leben von der Zeugung bis zum Tod wird immer umkämpft und durchlitten sein. Es bleibt ein ewiger Grenzbereich. Auch in Beziehung zu den anderen Lebewesen, die zusammen mit dem Mensch die Schöpfung Gottes bilden.

In den Grenzbereichen des Lebens klingen radikale ideologische  Rechtfertigungen immer falsch. Auch weil sie weit öfter vom ureigensten Selbst angetrieben werden und weit weniger von der Bemühung um das Gute. Manche, aber lang nicht jede Abtreibung geschieht im Namen der Menschenwürde, wie die Feministinnen es gerne sagen. Nicht jedes Hinausziehen des Lebens im hohen Alter kann als „Schutz des Lebens“ erklärt und gutgeheißen werden, wie die Kirche das gerne mag.

Hinter dem hehren „Recht“ auf Schwangerschaftsabbruch, vulgo Gratisabtreibung im Spital, steht vielleicht ein Mann, der das Kind macht, aber nicht annimmt; oder eine Frau,  der es „im Weg“ wäre für vermeintlich Schöneres.

Wenn Abtreibung der letzte mögliche Ausweg für die geplagte Frau ist, pazienza e pietà. Dann mag der Eingriff fachgerecht und legal durchgeführt werden.

Dies hat aber wenig mit dem Geschrei „Der Bauch gehört mir“ zu tun. Die modernen Megären (Feministen) können unmöglich übertönen, dass es unendlich traurig ist, wenn ein ungeborenes Kind im Bioabfall der Klinik landet.

Mit dem Kind gäbe es ein anderes Leben. Eines, das sicher nicht mit influencierenden Modellen auf digitalen Tschatterkanälen daherkommt. Dieses andere Leben macht keinen falschen Schein und keinen eitlen Lärm – außer das schnell und natürlich stillbare Babygeschrei der ersten Lebenswochen,  die man hinterher nie mehr missen möchte.

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Dr.phil. Georg Dekas

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