Medien | Der Hund muss raus!

Aus einem alten Schulheft
(c) G.J. Dekas
Aus einem alten Schulheft (c) G.J. Dekas

Medien setzen ihre Inhalte so, wie sie glauben, dass es die Leute „interessiert“ und nehmen damit eine wesentlich kommerzielle Haltung ein.

Für einen Hersteller und Verkäufer von Haar-Shampoo ist es entscheidend, zu wissen, was Leute „interessiert“ und was sie bereit sind, für den bestmöglichen Preis zu kaufen. Sich ganz nach den Käufern zu richten, ist im freien Markt der Waren und Dienste eine Tugend. Doch nicht alles ist Ware. Manches ist auch Wahres. Unabhängig von dem, was Menschen meinen und begehren.

Medien – nicht alle, aber sicher die vom Staat geförderten und die mächtigen Panzerkreuzer großer Verlage – haben neben ihrer kommerziellen Aufgabe, als verkäufliche Ware auf dem Markt zu bestehen, noch eine zweite und genauso wichtige. Und das ist die Vermittlung von Verhaltensweisen, Denkweisen, Überzeugungen, die den Leuten nicht unbedingt liegen mögen: Solche, die Überwindung kosten und Selbstkontrolle.

Solche die mit Pflicht und Gebot zu tun haben und daher zu 99% eher gegen die menschliche Natur gehen (siehe zum Beispiel die 10 Gebote der Bibel „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Hab und Gut“). Solche Werte müssen, nachdem die Kanzeln leer geworden sind, verstärkt von den weltlichen Kräften übernommen werden – und da sind die Medien die erste Adresse.

Wir stellen fest, dass es mittlerweile nur mehr sehr wenige Medien gibt, die dieser Aufgabe nachkommen. Wer als Massenmedium Verzicht lehrt, muss auch auf Auflage und Klicks verzichten.

Dass aber ein „moralischer“ Umschwung auf breiter Reihe anläuft, davon sind wir Lese-, Schau- und Ohrenzeugen. Die Medien allgemein scheinen ihre Mission verstanden zu haben, doch zurzeit taumeln sie fast blind durch die ethische Landschaft. Stichwort Greta- und Corona-Hysterie, Trump-Putin-Bashing, „Gendermania“, usw.

Dieser zu beobachtende Hypermoralismus, obwohl einem ethischen Impuls folgend, lässt sich immer noch von Stimmungen aus dem Bauch leiten – daher heißt es auch „mainstream“ und daher ist der Hauptstrom auch links-grün und nicht bürgerlich-konservativ. Aus dem Bauch heraus bedeutet, dass ein Medium dem kommerziellen Streben nahe ist und lässt sich viel zu wenig von den zeitlosen und die unbequemen Tugenden und deren Vermittlung leiten lässt. Damit können Meinungen gewonnen werden, aber keine Verhaltensänderung. Für die muss dann der Staat sorgen. Und dann ist der böse.

Kleines Beispiel gefällig? Wer an die von Greta und Co. gepredigte Klimakrise glaubt, muss seinen Konsum zurückzufahren, und zwar Dalli. Kein Fleisch, kein Flug. Tust du das wirklich oder winkt der nächste Flugtrip nach irgendwohin allzu verführerisch?

Die Medien müssen sich am Riemen reißen und Beiträge und Botschaften bringen, von denen die Redaktion weiß, dass „sie niemandem interessieren“ und „keinen Hund hinterm Ofen hervorlocken“ – mit anderen Worten Themen, die nicht kommerziell oder nicht „genussig“ genug sind. Sie müssen es lernen, wenn wir eine gedeihliche Zukunft haben wollen. Das bedeutet auch, über das Unrecht der Zerreißung Tirols zu berichten und darüber zu reden. Bei uns hat außer UT24 nur die Athesia den Mut dazu, die ethische Haltung und die gut verwalteten Mittel. Wisset das zu schätzen.

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Dr.phil. Georg Dekas

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