Frische Borlotti-Bohnen

Frische Cranberry Bohnen ganz - Bild G.J. Dekas 2020
Frische Cranberry Bohnen ganz - Bild G.J. Dekas 2020

Diese Bohnensorte stammt aus Kolumbien und ist in der angelsächsischen Welt bekannt als Cranberry-Bohne. In Italien werden sie seit 1900 als Borlotti-Bohnen angebaut und genossen. Die frischen Schoten schauen feurig aus. Kaufen und „ausfiseln“ (kommt von Fisole = Fagiolo = Bohne). Die Bohnen-Kerne, die ausschauen wie kleine, längliche Wachteleier in Rosa, sofort in Wasser kochen, aber nicht salzen.  Nach 30-40 Minuten abseihen, fertig. Mit dem Kochen haben die Bohnen ihre schönen Zeichnungen verloren und sind jetzt beige-braun. Köstlich als Hauptgericht oder Beilage mit etwas Olivenöl, Bohnenkraut, Salz (!) und Pfeffer abgemacht. Wer mag, auch rote Zwiebel und etwas Weinessig.

Übrigens: Borlotti ist kein Familienname so wie Bortolotti. Die Bohnen-Varietät hat in Italien ihren Namen aus dem lombardischen Volksmund bekommen und soll auf das Verb „borlare“ zurückgehen.

Unschwer zu erraten, dass dahinter nicht nur das „Rollen“, sondern auch die „Perle“ steckt. Weiss und wertvoll sind sie ja, diese Bohnen. Das Wort Perle kommt aus dem mittelalterlichen Volkslatein, genauer aus Sizilien. Im klassischen Latein hieß Perle „Margarita“ (ein Wort persischen Ursprungs). Daraus wurde später Margarete, kurz Grete. Dass Fausts und Hänsels urdeutsche Greteln Perlen sind, das wussten wir schon und auch wieder nicht.

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Dr.phil. Georg Dekas

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