Zeitgeist | Solidarisch mit „Leugnern“

Wo geht's hier zur Freiheit?
Bild G.J.Dekas (c) 2014
Wo geht's hier zur Freiheit? Bild G.J.Dekas (c) 2014

Nehmen wir den Anwurf her, jemand sei ein „Corona-Leugner“ und damit ein niederträchtiger, ungebildeter, egoistischer und Null-Wissenschaft-checkender Mensch, während man selber dem rechten Glauben angehört.

Ich beziehe und beschränke mich auf die lockdownkritischen Zwischenrufe und deren mediale Niedermachung in unserem kleinen Tirolerland – die Demo von Meran, die Interviews des Herrn Hannes Loacker, der Offene Brief der Ärzte Müller, Campidell, Paregger und 1500 weiterer Unterzeichner.

Jene, die über diese Menschen herziehen, besserwisserisch, intellektuell sich überlegen gebärdend und zugleich kleinbürgerlich-naseweis, aber stets lehrmeisterhaft und erbsenzählerisch, diese Kilobyte-Autoren strafe ich hier mit Nichtnennung.

Achtung! Es folgen drei  philosophische Abschnitte –  ggf. überspringen. Weiter mit „Totalitärer Medialsozialismus“…

Neue Medien, alte Muster

Es geht da im Grunde um das, was im alten Judäa die Pharisäer waren, im Barock die Inquisition, nach der Bastille die Jakobiner und im „totalen“ 20. Jh. die moderne Staatsmaschine mit Geheimpolizei.

Heute und wie immer geht es um die Herabwürdigung, Verfolgung und Vernichtung von Leuten, Überzeugungen und Lebensarten, die den jeweiligen „Hohepriestern“, den rechtgläubigen Eiferern und ihren bigotten Hofschranzen und den Mitläufern auf der Straße zuwider sind. Ans Kreuz! Auf den Scheiterhaufen! Aufs Schafott! In die Gaskammer! Ab ins Gulag! 

Das Internet und in ihm die „sozialen Medien“ erzeugen eine neue Form dieses alten Musters von Ächtung, Verfolgung und Vernichtung. Zwar bleibt die leibliche Tötung als finaler Akt (noch) aus, aber wir stehen mit dem „Shitstorm“ und der „Cancel Culture“ bereits bedenklich nahe auf der Stufe des medialen Totschlags. 

Das Tatwerkzeug der Rechtgläubigen von heute ist dabei so vielfältig und grausam wie eine Folterkammer im Mittelalter. Statt der Zangen, Ketten und Streckbänke finden wir Tweets, Facebook-Einträge, Blogs, Kolumnen, Foren-Kommentare, Chats, usw. 

Semantische Orkane

Über die simple emotionale Bewertung eines Beitrags, einer Botschaft, eines Videos oder auch nur eines Satzes erzeugen die Smartphone-Spielereien der Massen eine neue Unwirklichkeit. Das pausenlose Hin und Her von Likes und Nicht-Likes in einem von realen Menschen losgelösten Wort-Bild-Raum erzeugt letztlich eine fürchterliche Wirkung. Worte werden Waffen, weil sie nicht mehr beschreiben, sondern propagieren. Die vermeintliche Tatsache wird Mittel zum Zweck. Im politischen Propagandageschäft kommen die Wortwaffen nicht mehr offen daher – lieber unter dem Deckmantel der Satire und des Gags, am liebsten aber tückisch versteckt und zwischen Zeilen gesät in den Meinungskolumnen, Artikeln, Videos und Blogs. Seltene Spitzen der Verführungskunst sind die Werke des „investigativen Journalismus“, in dem der „gute“ Aufdecker (kundig gemacht von Denunzianten) den „bösen“ Schlaumeier über die Klinge springen lässt. 

Dieses kommerziell, emotional und moralistisch geleitete Schreiben erzeugt eine Welle, die sich in kürzester Zeit verselbständigt.  Im lokalen Bereich reicht es meist zu nicht viel mehr als einer gehässigen Bigotterie (aktuell „Furbetti“).  Im globalen Fall wird sie zu einem neubabylonischen Wolkenturm, der semantische Orkane und Tsunamis über die Oberfläche der Erde jagt (Cancel Culture etc.)

Aus 1948 wird 1984

 In der medialen Folterkammer der Korrekten hat noch ein Werkzeug Einzug gehalten. Weil die Eigendynamik der Werturteilsbildung so schnell und losgelöst vom Greifbaren ist, haben schlaue Leute die „Fake-News“ und, als „good cop“, den „Fakten-Check“ erfunden. Damit wollen sie all den kleinen, so gerne in die Irre schweifenden Internauten sagen, Achtung, Rot! Glaub’ das nicht! Oder Grün, gut, kannst fahren, das sind die Fakten! 

Aber wie es beim Reden über etwas, was ich nicht so genau sehe, gar nicht anders sein kann, werden aus diesen gutgemeinten Wegweisern fast ebenso oft tückische Fallen wie es nützliche Hinweise sein können.

Fake wird zu einer Aussage über etwas, das es gibt, aber nicht gefällt.  Zum Fakt wird erklärt, was nicht ist, aber sein sollte. Aus 1948 wird 1984.         

Totalitärer Medialsozialismus

Lasst uns also denen zu Hilfe zu eilen, die da mit all den Folterwerkzeugen des Medialsozialismus (meine Wortschöpfung) fertig gemacht werden sollen, wegen ihrer Kritik:

  • am Lockdown und der Flut amtlich/medialer Angstmache
  • am statistischen Unfug bezüglich des SARS-Virus
  • am Aussetzen des Rechtsstaates,
  • an der großen Verordnungslust von Ämtern und Politik

Erkläre mich solidarisch mit allen, die: 

  • erschrecken über die Schulden- und Währungspolitik der EU
  • entsetzt sind über das Wegsperren der Kinder und der Alten
  • besorgt sind über das Verschwinden bürgerlicher Freiheiten
  • mutig genug sind,  um dem Strom der Mitläufer standzuhalten
  • Antworten zu den Ungereimtheiten und offenen Fragen im Feld der WHO-Pandemie „Covid 19“ fachkundig ins Netz stellen
  • ihre Überzeugung auf Plätzen und Straßen kundtun
  • sich das  Unwort „Leugner“ gefallen lassen müssen. 

 

P.S.

Ich muss nicht alles glauben, was ich lese. Aber ich lese.

 

Die
Dekas
Seite

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Dr.phil. Georg Dekas

georg@dekas.it