Zwiebelrostbraten sommerlich

Almabtrieb vom Zeppichl - Bild TV Passeier/Pfelders
Almabtrieb vom Zeppichl - Bild TV Passeier/Pfelders

Vorab: Fleisch soll selten gegessen werden und wenn, dann nicht nur die edelsten Teile des Tieres. Wer alle von der Tradition erwiesenen, essbaren Teile nach und nach dran nimmt, der leistet einen gar nicht so geringen Beitrag zur Eindämmung des Gemetzels in den Schlachthöfen. Das übrigens nicht dem schieren Hunger als vielmehr der endlosen Genusssucht ungebildeter Massen geschuldet ist. Wer alles ißt, was wir Tiere uns schenken nötigen, gewinnt außerdem eine immer rarer werdende Genußtiefe. Aber Sommer, das ist die Jahreszeit für das edle Stück vom Rind.

Das sommerliche „Mat“*-Gericht:

Ein daumendick geschnittenes Rostbraten-Stück vom Rind (mindestens 200 g) mit der Fettseite hochkant in einer (gußeisernen, gerillten) Pfanne bei höchster Hitze anrösten. Das austretende Fett mit Hilfe des Fleischstücks über die Pfanne verteilen (kein zusätzliches Fett oder Öl!), dann das Fleisch niederlegen und es auf jeder Seite zwei bis höchstens drei Minuten lang braten.

Während die zweite Seite anbrät, eine „Nuss“ Butter zusammen mit weißen Zwiebelringen, dünn gehobelt, dazugeben. Vielleicht findet sich irgendwo noch ein kleiner Zukino, der in haudünne Scheiben geschnitten, neben oder nach dem Fleisch ebenso braune Streifen bekommen soll.

Das Fleisch herausnehmen und warmstellen, zuvor mit grobem Salz aus Berg oder Meer bestreuen (im Sommer gerne mehr davon). Dann die Zwiebelringe im gebräunten Fleischsaft  wenden und fertig dünsten. Den Baby-Zucchini, falls vorhanden, natürlich auch.

Das geröstete Stück (Steak) mit den gebräunten Zwiebelringen und dem Grüngemüse auf einem Teller anrichten, schwarzen, körnigen Pfeffer und einen Faden natives Olivenöl drüber, fertig.

Das Fleisch muss innen noch roh sein, sonst ist es kein Sommer! Kein Aufgießen, keine Soße! Und es herrscht absolutes Brot -Verbot. Dafür dürft Ihr einen schön gekühlten Kretzer ( Rosè) aufmachen. Prost. Auch zu zweit.

*) Mat heißt auf schwedisch Essen. Steht hier für Freude am hausgemachten Essen und am einfachen, guten Leben. Warum Mat?  Damit nicht alle draufkommen.

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Dr.phil. Georg Dekas

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