Les Jeux sont faits

Foto: Pixabay/stux
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Landtagswahlen Südtirol. Hier die Abrechnung. Toto versus Totale.

Nicht eingetreten: Höhere Wahlbeteiligung. Obwohl, wenn man sieht, dass sie in Südtirol um 10 Prozentpunkte über der im Trentino (74% gegen 64%) liegt und ebenso im Vergleich Stadt-Land (Bozen 64%), dann könnte man überlegen, ob nicht auch am Land die „natürliche“ Wahlbeteiligung auf  die 60%-Marke hinabgerutscht wäre, wenn es nicht den Muntermacher Kölli und die Italo-Angst gegeben hätte.

Nicht eingetreten: „SVP auf 18-19 Sitze“. Die möglichen Zugewinne der SVP hat sich der Kölli geschnappt, als SVP 2.0.

Nicht eingetreten: „Bizzo bleibt“. Die Italiener haben den Schmiedl verschmäht und sind zum Schmied (Lega) gegangen.

Nicht eingetreten:BU Pöder hält sich“. Knapp nicht.

Nicht eingetreten: „M5* draußen“. Für ein Mandätchen hat’s gereicht

 

Halb eingetreten: „Die Tommasini-PD verschwindet von der Landtagskarte.“ Tommasini weg, Platz bleibt.

Fast eingetreten: „STF muss froh sein, wenn sie halten“ (Toto im Mai.) Pech gehabt. Aus drei wurden zwei.

Eingetreten und übertroffen: Italischer Rückenwind und Spatzenpower (eher drei als zwei). Es wurden vier statt eher drei!

Voll eingetreten „F 2, verliert dramatisch“. Nichts hinzuzufügen.

Landtagswahl Südtirol 21. Oktober 2018

Liste Sitze Oktober 2013 Prognose Oktober 2018 Sitze Oktober 2018  ∆
SVP 17 18-19 15 -2
F 6 2 2 -4
STF 3 3 2 -1
GV (Grüne) 3 2 3 +/-0
PD Tom 1 0 1 +/-0
Liste Bizzo 1 (PD) 1 0 -1
Artioli 1 0 n.a. -1
M5* 0 0 1 +1
Urzì 1 1 1 +/-0
5S Kölle 1 4 6 +5
BU Pöder 1 1 0 -1
 Lega  0 2-3 4 +4
LTG Sitze 35 35  35

Kurze Gewissenserforschung zu Verlierrn und Gewinnern

Wahlverlierer: Die deutschen Oppositionsparteien sind ihre eigenen Opfer. Über alles maulen, und alles anders haben wollen, nur die eigenen Privilegien sollen bitte nicht angerührt oder tunlichst verschwiegen werden (Verdienst, Rentenvorschüsse), dann das ein Glaubwürdigkeitsverlust, der Folgen hat. Auch ist es nicht hilfreich, Leute mit fehlendem politischen Gespür in leitende Stellungen zu bringen oder dort zu halten.

Die SVP ist die große Verliererin der Wahl. (Auch wenn es in absoluten Zahlen nicht so ausschaut.) Mit einer anderen Sanitätspolitik, mit einer anderen Migrantenpolitik (Stichwort SPRAR), mit konsequenten Schritten nach Flughafenabstimmung und SAD-Affäre hätte das Edelweiß deutlich mehr Stimmen holen können. Das gilt besonders für das Minus von Landeschef Kompatscher, der sich darüber hinaus anrechnen lassen muss, alles ein bisschen zu selbstgefällig zu sehen und schönzureden zu wollen (selbst das aktuelle Wahlergebnis).

Der Wahlgewinner Kölli hat nicht nur die richtigen Schlüsse aus der alten „Politik in Gold“ gezogen, als er sich gleich zu Anfang 2014 selbst das Abgeordnetengehalt gekürzt hatte. Er hat es auch verstanden, eine SVP 2.0 zu schaffen, eine bürgerliche, liberale Mitte ohne den Kadavergehorsam, der in der „Sammelpartei“ herrscht und ohne den Fundamentalismus, der die Grünen so moralinsauer macht.

Wahlgewinner Lega: Mit der Lega haben die Italiener jetzt endlich „ihre“ Partei gefunden. Rechts, nationalistisch, aber gemütlich,  volksnah und inhaltlich so wie man’s gerade braucht.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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