Hosch an Grint? Grind a Partei!

Riesiger Plouderer (Kristallwelten Swarovski, Wattens) Bild: Pixabay/bogitw
Riesiger Plouderer (Kristallwelten Swarovski, Wattens) Bild: Pixabay/bogitw

Des muss man si a sou vorstelln: do treffn si a Bauer, a Buachholter und a Beamter und sogn, miar grindn iatz a Partei. Nor setzn sie si hin und schreibm a Pressemitteilung von der Art: Miar, die Partei 3B, sogn, dass des, wos die Partei 1A mocht, a Bleidsinn und a Sauerei isch.

Sou a Pressemitteilung schreibm sie nor jede Woch und groosn die gonze Wies ab zomp olls wos drauf steat. Bei di negschtn Woohln kriagn nor der Bauer, der Buachholter und der Beamte grod soufl Stimmen fa die gonz Unzufriedenen, dass sie in Lontog einikemmen.

Iatz verdiant a jeder von imene olles in ollem an Zehntausender im Monat und a Büro kriegn sie anou dorzua. Mit die Pressemitteilungen geat des iatz asou weiter: Zersch frogn sie in Londesrot X, wiaviel Geld er für Ypsilon ausgebm hot, nor schreibm sie aussi, söufl Geld für Ypsilon ausgebm isch a Bleidsinn, gscheider sollet manns Geld für Zett ausgebm, sell sein miar als Partei 3B „der festen Überzeugung“!

Asou geats gemiatlich dahin fir a poor Jahrlen. Dreimal in der Woch sein sie in der Zeitung, im Fernsehn und im Radio. A jeder kennt sie, af der Stroß werdn sie gegriast und die üblichen Schleimer gian zui und sogn, na guat hosch des gmocht, gonz deiner Meinung, lei weiter sou! Und fa die ondrn hearn sie jo nix. Af Feïspuck s‘gleiche.

Olls, wos sie außer Pressemitteilungen schreibm und Ounfrogn stelln nou tian miasn, isch des, wos olle Politiker tian und wos fir an jedn Politiker sou quasi die uanzige Befähigung und erforderliche Ausbildung zu sein scheint: In olle di Hont schittln, a wia hinlousn und drnoch sogn, aiwoll, sell hosch gontz recht, do werr‘mir schun eppes tian! Tian brauchn sie nor nix, lei reidn und ploudern miassn sie, ober sell ollm und zu olls. Wou a Marie darhinter isch, gian die Sochn wia gschmiert und souwiesou foscht schun alluan. Und wenns nit kloppet, nor sein de von der Gegenpartei schuld, weil de Teppn nit dorfir gstimmp hobm.

Sou schwillt in Bauer in Buachholter und in Beomtn longsom ober sicher der Kampl – na, sie gian überschi, dasses nimmer schian isch, foscht wia de von der 1-A-Partei! Iatz nimm oun, sie tatn nou a weitere Wohlperioude schoffn und wegen der groaßn Unzufriedenheit im Volk glott nou an Abgeordneten mear innikriagen. Nor isch sogor schun die Pensioun in Reichweite. Na guat. Durchholtn, Mandr!

Obr iatz wird‘s zaach, iatz fong’s oun happern.  Iatz kemmen sie si gegnseitig ollaweil öfter in die Hoor, weign den und weignen sell, Bleidsinn holt. Bei imene drin kantsch die Luft mitn Messer schneidn, lei noch außn derf holt nix dringen, schusch hosch Pech kobb. Ober bis zemmhin tasch längscht schun mit der Leibrentenmillion af der Oufnbonk liegn.

Jo, oaner oder zwoa fa dera Gattung Partei schoffts sogor bis zemmhin, ober olle ondern bleibn af der Streck als de Dilettanten, wia sie oungfongen hobm und als de sie die gonze Zeit iber Politik gmocht hobm.

Do laaft des ba der Mehrheitspartei 1A schun gonz ondersch! De huckt außer af ihre Sitze und in ihre Büros und mit ihre Bildlen in die Zeitungen a nou af olle Amtlen, wou Geld ausgetoalt werd. Und weil a jedr ollm wieder an Zoschter oder an Tschopp braucht, holtet er sichs mitn Amtlinhaber guat. Gell, guate Kollegn saimr, ollm schun gwesn! Da ist ein Hoi und ein Du und ein Glasl die beste Geschäftsanbahnung: Ich Stimme, du Beitrag. Das hält für immer, da kommt nix anders auf. Politik kann so einfach sein.

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