Gendern ist patriarchalisch!

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Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder! Endlich rührt sich was. Antonia Niecke ist eine junge Frau und seit diesem Jahr Vorsitzende der Jungen Union Hamburg. Wie Julia Witte, genannt Vedder, in der „Welt“ berichtet, ist die Jungpolitikerin für die Abschaffung der Gendersprache. Sie selbst wolle an dem gemessen werden wolle, was sie mache und nicht an ihrem Geschlecht. Sie sagt:

„Eigentlich sind wir in meiner Generation in dieser Debatte doch schon viel weiter – und brauchen diese künstliche Trennung in der Sprache nicht mehr.“

Da hat die Jugend den Nagel auf den Kopf getroffen. Nicht nur, dass der Genderwahn die deutsche Sprache noch schwerfälliger macht, als sie ohnehin schon ist. Es scheint darüber hinaus niemandem aufzufallen, dass die ausdrückliche Nennung des Weiblichen in der Sprache nichts anderes ist als die Fortsetzung der alten patriarchalischen Höflichkeitsriten, nach denen Mann der Frau in den Mantel hilft, ihr die Tür öffnet, die Rechnung im Restaurant bezahlt oder ‚Küss die Hand Gnädigste‘ flötet.

So charmant und freundlich diese alten Sitten sind, so wenig passen sie zum Anspruch auf gleiche Rechte und gleiche Pflichten. Neben den wenigen eingefleischten Feministinnen der alten Schule sind es ja vor allem die männlichen Politiker, die diese modische Unart der Doppelansprache gerne weiter pflegen wollen: Frauen sind ja so leicht geschmeichelt. Ich glaube, die forsche Antonia von der Waterkant hat dieses Spiel durchschaut.

Bild: Wilhelm Busch

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