Politik | Catalunya 

Feuerlöscher_GD

Abstimmung verhindern um jeden Preis, gab Spaniens Regierungschef aus. Und erhält Beifall aus Paris, dem Hort des politischen Zentralismus und aus Brüssel, dem Sitz der Eurokraten. Die Deutschen ducken sich. Wieder einmal. Nein, die Sache ist nicht damit abgetan, dass man „illegal“ sagt. Dass man die Katalanen als Egoisten darstellt, denen die armen Andalusier wurscht sind. Dass die Wirtschaft zusammenbricht, wenn ein neuer Staat in Europa entsteht. Warum unterdrücken die Mächtigen, die sich Demokraten nennen, ein Volk, das seinen Willen mit einem  einzigen Werkzeug zur Geltung bringen will, nämlich mit der demokratischen Abstimmung? Beides kann nicht zugleich Demokratie sein. Entweder ist das Volk souverän, oder es ist die Staatsgewalt souverän.

Europa hatte sich damals, nach Weltkrieg I, mehrheitlich für die zentralistische Staatsgewalt entschieden: Stalin in Russland, Mussolini in Italien, Hitler in Deutschland, Franco in Spanien, Petain in Frankreich, Horty in Ungarn, und und und. Nur Großbritannien, die Schweiz und Schweden ragten als Bollwerke der bürgerlichen Freiheit aus dem schwarzen und roten Meer hervor.

Die Europäische Union muss sich entscheiden: Will sie mit den Ruderschlägen der Zentralisten und Technokraten wieder einmal und noch weiter hinaus auf die finstere See? Oder steht sie auf der Seite der Freiheit? Denn Freiheit kann niemals die Freiheit des Staates sein, sondern muss die selbstverantwortete Freiheit der Bürger sein, wenn Länder blühen und nicht verderben wollen.

Vorwärts Catalunya! Auch wenn du morgen im ungleichen Kampf unterliegst, so wirst du dennoch Sieger sein und Leuchtturm. Es wird nicht das Ende der Geschichte sein. Ob 1517 (Luther), 1649 (England), 1848 (Bürgertum), 1989 (Fall Berliner Mauer) oder jedes andere Jahr: Die Freiheit der Völker muss immer wieder neu erkämpft und neu geschrieben werden. „Votem per ser lliures!“

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Dr.phil. Georg Dekas

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