Kunst | Das Porträtbild

Gitanes, Wien - Kreide-Aquarell-Skizze von G. Dekas, 1979
Gitanes, Wien - Kreide-Aquarell-Skizze von G. Dekas, 1979

Nicht unbedingt jenes, auf dem sich der Abgebildete selber am besten gefällt. Auch nicht eines, das wie ein Passfoto aussieht.

Am wichtigsten: Das Bild muss vom fremden (Zufalls-) Betrachter überhaupt wahrgenommen werden. Dazu muss das Bild erst einmal AUFFALLEN. Was in der optischen Reizüberflutung von heute schon ein größerer Anspruch ist.

Es geht um ein aussagekräftiges Lichtbild im Fall der Fotographie und um die Einzigartigkeit eines Gemäldes im Fall der Malerei.

Also muss das Bild die Sehgewohnheit unterbrechen, zum Beispiel durch eine ungewohnte Blickrichtung des Abgebildeten, durch einen ungewöhnlichen Zuschnitt oder durch eine eigenwillige Farbgebung. Von Licht, Farben, Kleidung, Hintergrund, Beigaben, Schminke und Haartracht gar nicht zu reden.

Ein Porträt sollte  ins spätere Umfeld passen. Ein Kandinsky in einer Barockvilla mit Tiepolo als Hausherr mag zwar auffallen, wird aber sicher auch als störend empfunden. Es gilt, das richtige Maß zwischen Individualität und Ambiente zu finden.

Die
Dekas
Seite

 Webseite von

Dr.phil. Georg Dekas

georg@dekas.it