Sprachglosse | Denglisch über alles

Bier is Beer und Beer is Bier - Bild von der Meranflora G.J. Dekas
Bier is Beer und Beer is Bier - Bild von der Meranflora G.J. Dekas

Englisch ist die Sprache des Handels, der Wissenschaft, des Militärs, der Medizin,  der Luftfahrt, der Musik… – Weltsprache halt. Ganz ursprünglich ist sie auch die Sprache der digitalen Welt, des „Cyber Space“.

Wir Deutschen übernehmen mit dem uns ureigenen Eifer alle Wörter mit Putz und Stingel. Wollen halt immer die Besten sein. Diesmal also Denglisch über alles.

Ebenso eifrig stoßen sich die Verfechter des Reinheitsgebotes der deutschen Sprache am so genannten „Denglisch“, dem deutsch-englischen Mischmasch. Nun, beim Bier ist das deutsche Reinheitsgebot ja zu loben. Bei der Sprache nicht immer.

Das Englische ist immerhin eine germanische Schwestersprache und hat wirklich kuhle kurze Wörter, auf die niemand mehr verzichten kann und möchte.

Trotzdem haben die Sprachbewahrer schon awia (tirol. ‚ein wenig’), oft sogar toul (tirol. ‚ziemlich’) Recht. Denn eines ist es, englische Wörter und Begriffe zu nutzen, das andere ist es, möglichst viele englische Wörter zum Zweck das Angebens heraushängen lassen. Aus Denglisch wird Kauderenglisch.

Na dann – warum nicht englische Begriffe ohne Scheu eindeutschen? (was früher oder später von allein geschieht) – kuhl zum Beispiel, oder puschen, kraschen, daunladen…

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Dr.phil. Georg Dekas

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