Hauptsache, alle Tassen im Kopf!

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Gleich ob Davis Cup, „a cup of tea“, die Coppa America, ein Hamburger Kopp Kaffee oder ein Tiroler Sturkopf…

Die Wortwurzel von Cup, Kopp, Coppa, Kypé, Kopf, usw. ist in allen Sprachen zuhause und nicht nur im (spät-)lateinischen „Cuppa“, von dem die Sprachwissenschaftler das deutsche Wort „Kopf“ ableiten.

In allen (indoeuropäischen, sogar keltischen) Sprachen ist das Wort fast gleichlautend, und in allen Sprachen hat es dieselbe Bedeutung von Schale, Gefäß. Der Schädel des Menschen wurde überall als Gefäß, als Behälter gesehen – heute würden wir sagen, des Gehirns, soweit vorhanden.

Das frühere deutsche Wort für Kopf war „Haupt“. Ein edles Wort, heute noch, wie es das heimatliche „Landeshauptmann“ oder „Schützenhauptmann“ bezeugt. Das „Haupt“ ist urverwandt mit dem lateinischen „Caput“ („Roma Caput Mundi“). Man muss nur das „C“ toskanisch aussprechen als „H“, und schon ist die verblüffende Nähe zum deutschen Haupt hergestellt. Ja, von dort ist es dann nur noch ein Schritt zu Haube und Kapuze, aber davon ein andermal.

Wir wollen nur noch wissen, warum der nordische Kopp Kaffee in den höheren Etagen der Gesellschaft zur Tasse geworden ist, deren man tunlichst alle im Schrank haben sollte. Doch, auch hier gibt es einen tieferen Sinn. Der Kaffee kam ursprünglich ja aus Afrika, angeblich aus Äthiopien. Uns haben ihn die arabischen Kaufleute gebracht. Die haben die Kerne geröstet, aufgegossen und in feinen Schälchen aus Gas oder Porzellan getrunken, die sie „tasa“ nannten. Die Überbringer wurden also zum Namensgeber der „Tasse“. Durchaus passend für das feine Geschirr der gehobenen Gesellschaft. Deshalb gewinnt man bei hohen Tieren öfters den Eindruck, sie hätten nicht alle Tassen… im Kopp.

Dr. Igl

 

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