Supermarkt im Dorf

Böses Land. Gegen den Willen der Gemeinde Lana hat die übergeordnete politische Ebene einen weiteren Supermarkt in Lana zugelassen. Nix da. Der Supermarkt in der Bozner Straße gehört geschlossen, fordern die Geschäfte rund um den Kirchturm. Wozu haben wir denn mit teurem Geld eine Fußgängermeile am Gries gemacht, wenn die großen Geschäfte anderswo Kaufkraft und Kunden absaugen dürfen? Für die Katz habt ihr sie gemacht, das ist die einzige ehrliche Antwort. Ihr wolltet sie euch leisten. Jetzt habt ihr sie. Aber dort festnageln könnt ihr niemanden. Die an und für sich sehr lobenswerte und vor allem erhaltenswerte Nahversorgung muss ja auch für jeden Blödsinn herhalten. Wo bitte liegt der Sinn darin, dass ein Käufer mit seinem Auto sieben Einzelläden im Umkreis von vier Kilometern mit höchstens zwei Parkplätzen davor abklappern muss, um hier dies und dort das zu kaufen? Meist eh das gleiche wie im Supermarkt, aber nicht so bequem und vor allem nicht klar vergleichbar in Preis und Qualität. Die Supermärkte sind nicht besser. Nur verstehen sie, dass der Prophet zum Berg gehen muss und nicht der Prophet darauf warten darf, dass der Berg zu ihm komme. Unter dem Deckmantel der Nahversorgung will man mit politischen Kunststückerln etwas erzwingen, was gegen den Hausverstand des Käufers geht. Daran krankt die Verbandspolitik der Kaufleute in Südtirol seit nunmehr zwanzig Jahren. Statt Besitzstandswahrungskämpfe mit Unterstützung der politisch Scheinheiligen auszuführen, sollten sich alle Nicht-Supermarktler einmal überlegen, wo ihre Stärken liegen und wie sie sich verändern müssen, um mehr und neue Kunden zu bekommen. Dafür muss man die Energien nach vorne richten und bereit sein Tatsachen anzunehmen.

Die
Dekas
Seite

Griasti! Des isch di Webseit von Georg Dekas