Sag Ja zum Nein

Bald ist es, in dieser Republik, wieder Zeit, zu einer Abstimmung zu gehen. Diesmal werden die Wähler gefragt, ob sie vier bestehende oder in Ausarbeitung befindliche Gesetze Roms abschaffen wollen: Ja oder Nein? Das Verkehrte daran liegt schon im Ansatz: die Neinsager müssen mit „Ja!“ stimmen und die Jasager mit „Nein!“ So etwas Widernatürliches. Das zweite Unschöne daran ist die Gültigkeitsregel: Nur wenn mindestens jeder Zweite aller eingetragenen Wähler seine Stimme abgibt, ist das Ergebnis der Volksbefragung gültig. Die Demokratie stirbt nicht, wenn Wähler zuhause bleiben. Nur Diktaturen haben sehr hohe Wahlbeteiligungen und nur Duce-Typen genießen die Zustimmung der Massen. Aber wenn auf der anderen Seite die reine, dumme Stimmfaulheit belohnt wird, dann schon ist die Demokratie in Gefahr. Wähler, die wählen gehen, entscheiden eben. Wähler die nicht wählen gehen, lassen die anderen für sich entscheiden. So einfach ist das. Was die Abstimmung betrifft, so scheint es in der Bevölkerung und in den Parteien eine Mehrheit für das abschaffende JA zu geben. Hierzulande, in Südtirol, ist das JA gleich vierfach und geht durch die Bank. Denn es sind gleich vier Gesetze, die abgeschafft werden sollen. Damit kommen wir zum dritten Makel der Volksbefragung all’italiana: Warum, Sapperlott, müssen es gleich vier sein und dazu so unterschiedliche Dinger? Dazu sollen mündige Bürger ordentlich aufgeklärt werden können? Nein, für Teppen hält man sie. Billiges Stimmvieh im Viererpack. So, Dampf abgelassen. Jetzt aber nix wie hin zur Abstimmung, zum Referendum am 12. Juni, denn aus der Atomkraft wollen wir raus. Auch wenn es hart wird ohne sie. Es ist ganz einfach unsere Verpflichtung unseren Kindern und Nachkommen und der ganzen Schöpfung gegenüber. Es muss einfach ohne gehen, und unser JA zum NEIN der Kernspaltungsindustrie muss deutlich genug sein, damit auch der Rest der Welt diese Kurve kratzt.

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