Kinder, Kinder

Am besten wäre es, die Familie bräuchte den Staat gar nicht. Schon gar nicht gar nicht als Krücke, um überhaupt gehen zu können. Am besten wäre es, ein Elternteil erwirtschaftet das Einkommen von außen, der andere das Einkommen von innen. Offen, wer im Haus wirtschaftet und wer die Kohle bringt. Beide oder abwechselnd oder klassisch. Aber je eingespielter, desto besser. Ja, Hauswesen, Heranbildung und Fürsorge sind Einkommensposten in der Familie, wenn auch geldlose. Sie sind die höchste mögliche Wertschöpfung und bei Gelingen eine Meisterleistung. So etwas gehört anerkannt und mit der Erwerbsarbeit draußen gleichgestellt! Viele Familien zerbrechen daran, dass diese Aufgabenteilung nicht mehr drin ist. Vor allem, weil nur ein Geldverdiener in der Familie nicht reicht. Aber auch, weil die Wirklichkeit, die wir uns schaffen, und die Ideen, die wir uns leisten, uns mehr zu schaffen machen als uns gut tut. Im Grunde ist die Familie nichts anderes als eine Firma, die Kinder und Geborgenheit herstellt. Also das wichtigste, was es gibt. Die Firmengründer tun sich zusammen, legen ihre Liebe, ihre Arbeit und ihre Ersparnisse zusammen, bauen sich ein Nest und ziehen kleine Menschlein groß. Eine Riesenarbeit, ein Lebenswerk, das alle Kräfte bindet. Und wo große Irrtümer noch größere Schäden anrichten. Nur unsere Reklamewelt gaukelt uns vor, dass man Kinder so nebenbei haben kann wie auf einem Foto und sonst jede Menge beruflichen Erfolg, Spaß, Glanz und Pfeffer – für jeden Partner und für jeden Tag. Die amerikanische Vorstellung von der Liebe ähnelt einer Droge, die man nimmt und alles wird gut. Nein, darauf und ganz auf Pump kann man Familien nicht bauen. Weil es zu viele nicht schaffen, werden die Wohnungen immer kleiner, die Teilfamilien mehr, die Kinder seltener, die Psychiater haben Hochbetrieb und die Schuldnerberatung auch. Der Staat muß immer mehr stützen anstatt gestalten, die Familien müssen immer mehr betteln anstatt erhalten. Es braucht eine mutige Politik für die Familie, aber auch die Eigenverantwortung der Eltern. Sei es, dass man sie in den Stand setzt, diese in Freiheit auszuüben, sei es als Auflage und Pflicht.

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