Frauenstand

In einer wohlhabenden Burggräfler Gemeinde gibt es eine Rätin, deren Argument für die stärkere Vertretung von Frauen in der Politik schwer zu widerlegen ist: Wenn nur eine Frau im Gemeinderat sitzt und 19 Männer, dann wird auf dem zweiten Sportplatz ein noch tollerer Belag angeschafft.  Wenn 9 Frauen im Rat mitreden, dann gibt es stattdessen den ersten Sommerkindergarten. Leuchtet ein. Schrecklich wäre am Ende nur die Vorstellung, dass es in einer Gemeinde nur mehr Spielecken und sanfte Sachen geben könnte, oder dass in den zukünftigen öffentlichen Aufbewahrungsanstalten, die für alle von der Geburt bis zum Tod eingerichtet werden, die Buben von Anfang an nur mit Puppen spielen dürften und für jeden Hieb, den sie austeilen, einer psychischen Therapie (von Psychologinnen) unterzogen würden, während die Madlen im Sandkasten kleine Schaufelbagger fahren oder sich um die Schaltknöpfe der Modelleisenbahn zanken. Diese neue schöne Welt wird es nicht geben, auch wenn viele dafür arbeiten. Das Klischee von der friedliebenden, gescheiteren, sanfteren Frau ist ein falsches Propagandabild, genau so wie das vom groben, faulen Macho. Selbst wenn die Wirklichkeit sehr häufig schlechte  Bilder übertrifft. Letztlich würde die Politik auch in Frauenhand nicht besser sein oder wesentlich anders werden. Wer die Gemeindestube oder die Landesregierung unter Gesetzeszwang mit Frauen füllen möchte, der geht aber davon aus, dass Frauen anders denken, anders handeln und alles in allem besser sind als Männer. Das ist falsch und dafür braucht es keine Quote und keinen neuen Stand. Weibliche Politiker verkaufen die Frauenquote als Noteingang in das verbotene Zimmer männlicher Macht. Auch das ist falsch. Beschreiten tun diesen „Eingang“ ohnehin nur die beinharten Typen, bei denen es vollkommen einerlei ist, ob die Brust eine Milchdrüse ist oder nicht. Eher gleicht die Quote einem Stöckelschuh. So wuchert halt der Ständestaat weiter und die Freiheit hat wieder ein Mal das Nachsehen.

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