Feuernacht

Die Feuernacht gehört zu Südtirol wie der Rosengarten und wie Andreas Hofer. 50 Jahre Feuernacht bedeuten aber auch 50 Jahre Undank für jene Männer, die in der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 1961 die Stromzufuhr zu den großen Industriewerken kappten, indem sie die Masten der Überlandleitungen sprengten. Sie wurden bald gefasst, gefoltert und verfemt. Sie, ihre Frauen und Familien zahlten einen hohen Preis für ihre Tat. Die Männer der Feuernacht waren keine Terroristen. Diese Bezeichnung sollte für jene gelten, die um politischer Ziele willen bewusst und gezielt unbeteiligte Menschen töten. Die Feuernacht war ein strategisch gut ausgedachtes Mittel und ein Versuch, die innere Eroberung Südtirols zu stoppen. Um nichts anderes ging es in der Zeit nach Abschluss des Friedensvertrages von Paris 1948. Die Republik Italien setzte alles daran, ihre Provinz Bozen durch forcierte Ansiedlung so italienisch zu machen wie nur möglich und die Mehrheit der Wahlstimmen zu erreichen. Während die Politik vorsichtig taktierte, sah das Volk ziemlich klar, dass es so an den Rand seiner Existenz in der eigenen Heimat gedrängt werden würde. Die gesprengten Masten waren ein Signal, eine Warnung, aber auch eine

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