Es kommen gute Zeiten

Schlechte Zeiten, also wirklich schlechte Zeiten, die gibt es kaum. Gute Zeiten dagegen gibt es fast immer. Sicher, man könnte es gerade andersherum sehen wollen. Das tut aber in der wirklichen Wirklichkeit niemand. Schwarzsehen gilt nur in der Welt der gedruckten Buchstaben. Im Leben selbst herrscht ein sonderbarer Widerspruch. Je schlechter es dem Menschen geht, um so mehr sieht und glaubt er an das Gute. Je verzweifelter seine Lage, desto größer seine Entschlossenheit. Je schwerer sein Schicksal, desto leichter sein Humor. So wie unsere Augen in der Dunkelheit noch das geringste Licht ausnutzen können, um zu sehen, so ist der Mensch ein Überlebensweltmeister mit seinem angeborenen und scheinbar durch nichts gerechtfertigten Optimismus. Man könnte das ganze auch so sagen: Weil es den meisten immer irgendwann schlecht geht, lebt der Mensch meistens in guten Zeiten. Richtig gut werden aber nur die Zeiten, in denen wir uns entschließen, dem Schlechten die Stirn zu bieten und gegen es zu kämpfen, anstatt es lediglich durch Vergleich, Verdrängung oder Schadenfreude auszublenden.

Fast immer im letzten Augenblick stellen wir uns der Wahrheit, müssen beschämt die blinde Leichtfertigkeit, die Sünde und Gier von gestern offen legen. Jeder seelische oder überhaupt Kassensturz jagt uns in die Krise. Raubt fast jede Hoffnung.  Doch ist der blöde Schein erst einmal entzaubert, dann nimmt der gesunde Widerstand rasch Fahrt auf. Plötzlich geht es einem schon viel besser, auch inmitten der Scherben. Und nach dem Kampf ums Gute kommt Befreiung, Entlastung, Neubeginn. Ob die Krise Euro, SEL, Rom oder sonst einen Namen trägt: Es sollen die Zeiten wieder richtig gut werden.

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