Denk mal

Da muss man einfach über den Burggräfler Gartenzaun schaun, zumindest bis nach Bozen, was dort hinter einem Zaun vor sich geht, beim falschen römischen Triumphbogen, besser bekannt als Siegesdenkmal. Schön, protzig und verlogen steht er da in der „eroberten“ Provinz, mit den Hoheitszeichen der Diktatur von Benito Mussolini an allen Säulen und mit der Inschrift, die sinngemäß sagt, hier haben wir den deutschen Bauerndeppen gezeigt, wer echt was drauf hat, mit Gesetzen, Lebensart und so.  Wir „anderen“ haben dann auch brav alles abgeschaut. Dass die Faschisten von damals sich überlegen fühlten, gehörte zu ihrer Staatsoperette mit Italien als begeistertem Chor und Nordafrika als Schauplatz für den Auftritt des neuen römischen Übermenschen. Dass aber die Inschrift heute, im Jahr 2010, zusammen mit dem ganzen Tempel von den Berlusconileuten wieder auf Hochglanz gebracht wird, das ist der Hammer. Passt aber immer noch gut zum Staatstheater. Dass dieses Protzmal der Diktatur aufpoliert wird, ist kein Zufall und hat nichts mit dem Respekt vor der Geschichte zu tun. Es ist viel eher der sinnbildliche Vorbote einer faschistischen Restauration. Was sagen unsere italienischen Freunde zu dem Unfug? Es kann nicht sein, dass man das Siegesding rechtfertigt, weil es an schlimme Zeiten erinnert. Denn der Faschismus wird für die Italiener immer etwas Großartiges bleiben. Deshalb halten die bürgerlichen Italiener auch so still. Beim „monumento“ geht es allen Italienern zumal um die „vittoria“ von 1918. Italien wollte mit dem Seitenwechsel im Krieg das Mittelmeer und halb Afrika dazu gewinnen. Bekommen haben sie nichts. Nur unsere paar Bergknotten. Wohl die schönsten, aber halt mit den zachen Krucki drauf. Da gehört ein Markstein hin! Nun, irgendwann wird das Siegesdenkmal von Bozen sowieso ganz anders aussehen. Umgebaut von Ghaddafis Enkel, wird es ein Bogen mit grünem Halbmond sein und der Siegerspruch ist arabisch. Sinngemäß: Denen allen hier brachten wir Kerosin, Koran, Kamele.

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