Linse

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Auf Tirolerisch ist es immer noch der „Fotoapparat“ (ausgesprochen „Föttapparatt“). Das geht nun gar nicht mehr. Die Deutschen haben sich auf Kamera als Grundwort festgelegt. Von „camera obscura“, das Dunkel-Gehäuse, durch das man über eine Glaslinse kurz Licht auf eine empfindliche Platte fallen ließ – eben das Prinzip der Photo-Graphie. Das heißt wörtlich, Licht-Zeichnung. Die Jungen reden nur noch von „Cam“ und „Pic“, das ist IO, aber eine andere Geschichte.  Der Igl wiederum möchte seinem Drang nachgeben, das Deutsche durch Besinnung auf einfache und herkömmliche Worte „zurück-zu -erfinden“. (Ein alter Drang übrigens, denn schon im 18. Jh. wurde es Mode, deutsche Wörter für lateinische usw. Ausdrücke zu schöpfen.)

Nun denn, der Volksmund sagt’s: Stell dich vor die Linse, habe ich vor die Linse bekommen. Also machen wir aus dem Slang einen Schlenker in die Hochsprache. Linse ist Kamera. Wobei, mit Verlaub, Lichtzeichner die edle und schöne Wort-Fassung wäre.

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