Grenzzaun am Brenner ist richtiges Signal

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Ein Zwischenruf von Georg Dekas

So Leute, alle mal tief durchatmen und runterkommen von den Gefühlswellen. Am Brenner wird kein Grenzzaun stehen, sondern eine abgesicherte Stelle zur Registrierung von Reisenden, die angeben, asylberechtigte Flüchtlinge zu sein. Die Bundesrepublik Österreich ist gezwungen, solche Stellen an ihren Grenzübergängen einzurichten, nachdem die EU-Länder im Süden, allen voran Italien und Griechenland, mit der Sicherung der EU-Außengrenzen offensichtlich überfordert sind, um es freundlich zu sagen. Dass man Italien alleine gelassen hätte, das können nur Propagandisten und Taschenspieler behaupten, die das Geld mit der einen Hand in die Tasche stecken und die andere aufhalten, als hätten sie nie etwas bekommen. Der Zaun am Brenner ist ein klares und richtiges Signal an den südlichen EU-Nachbarn, die Registrierung der Zuwanderer in das eigene Hoheitsgebiet und die folgende mögliche Anerkennung als Flüchtlinge endlich selbst in die Hand zu nehmen. Das ist von Tirols Landeshauptmann Günter Platter klar vermittelt worden.

Dass sich in Südtirol von allen Seiten ein großes Wehklagen um den „Grenzzaun“ am Brenner erhebt, ist auch kein schlechtes Signal, zeigt es doch, dass der freie Weg nach Norden mehr ist als bloß eine profitable Handelsroute. Vielmehr ist die ungehinderte Verbindung nach Innsbruck, München, Salzburg und weiter die Lebensader des südlichen Tirol. Also ist das Entsetzen nicht zuletzt eine handfeste Einsicht in die Zugehörigkeit Südtirols, die tatsächliche und die eigentliche. Sicher, der Zaun ist ein Wink mit dem sprichwörtlichen Pfahl, dass ein Schweben als Everybody’s Darling zwischen Rom und Wien und das jahrzehntelange Rosinen-Picken der Provinz-Südtiroler so nicht mehr reicht. Darüber bricht Europa nicht zusammen. Das Abfangen des Menschenstroms allein an den EU-Außengrenzen ist schon gescheitert und wird nie effizient genug sein, solange die EU kein Bundesstaat ist, und Bundesstaat wird die EU nie, das beweisen ihre Mitglieds-Staaten täglich. Die abgestuften Grenzkontrollen der einzelnen Nationen sind ein notwendiges Übel, um die Zuwanderung in den Griff zu bekommen. Europa wird daraus lernen müssen. Südtirol hoffentlich auch.

 

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