Muttis Macht

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(gd) Schau dir diese „Dolomiten“ an: Das Kanonikus-Blattl wird immer feministischer und ist immer mehr auf Rom fixiert. Und die große Italien-Landkarte im Bild erzieht.

Frauen in Politik DOL Grafik

Von der Zeitung der österreichischen Minderheit in Italien würde ich mir  erwarten, dass sie den Italienstiefel als Landkarte nicht so groß und breit auf die Südtirol-Hauptseite stellt (das hatten wir im Italienisch Unterricht in Volks- und Mittelschule oft genug). Lobenswert, aber leider kaum sichtbar ist der „Appendix“ Nordtirol. Wenn schon sollte man auch die Bundesrepublik Österreich dazuhängen, mit den entsprechenden rosa- und himbeer-roten Zahlensäulen. Damit könnte gezeigt werden, dass wir, Südtirol, in zwei Wirklichkeiten eingebettet sind – der politischen Italiens und der wesenseigenen Österreichs.

Siehe PDF: Dolomiten 16.03.2016 13 Frauen Italien

Feministische Italianismen und mehr

Der Hut steigt einem hoch, wenn man die Zeilen von Barbara Varesco (bv) liest. (Will sie die alte Martha als neue Emanze beerben?) Hier Titel und erster Teil des Vorspanns:

Je kleiner die Macht, desto mehr Frau

Politik: Viele Regionalassessorinnen, aber bei Ministerinnen konstant abgebaut – Bürgermeisterinnen in Städten noch Mangelware

Bozen (bv). In Rom beschied FI-Kandidat Guido Bertolaso seiner schwangeren Konkurrentin Giorgia Meloni, „Mutter zu machen“, anstatt sich ums Bürgermeister-Amt zu bewerben (siehe Seite 2). Leicht haben es Frauen in der Politik aber nirgends.

Gegenfrage

Haben es Männer in der Politik leichter? Nein. Wer aber „Ja“ sagt, der eröffnet zwei Möglichkeiten: Entweder sind Männer besser geeignet für das Geschäft Politik und damit den Frauen auf diesem Feld überlegen, oder es gibt so etwas wie ein männliches Machtkartell (die Lieblingsvorstellung der Blaustrumpfinnen). Beides stimmt grundsätzlich nicht, auch wenn beides fallweise selbstverständlich vorkommt, bei Männern und bei Frauen.

„Mutter machen“

„fare la mamma“ – Dieser Italianismus dürfte in der „Dolomiten“ nicht einmal unter Gänsefüsschen vorkommen. Wenn ich im Deutschen eine Mutter mache, dann schwängere ich meine Geliebte oder Ehefrau.

Je kleiner die Macht…

Die nächste Nebelkerze. Die Macht der Frauen ist unübersehbar. Lehrerinnen, Kindergärtnerinnen, Ärztinnen, Pflegerinnen, Beamtinnen, Richterinnen und Anwältinnen, Handwerkerfrauen, Bäurinnen, Unternehmerinnen… das Feld ist reich. Frauen haben große Macht überall und stellen in diesen Kernbereichen der Gesellschaften Mehrheiten bis zu 100%. Das gilt zumindest heute noch gerade für Mütter, und die haben von sich aus eine der größten Machtstellungen auf Erden.

Frauen, Macht und Geld

Dass Frauen schlechter verdienen ist ein kräftig verbreitetes Märchen, das nur dann scheinbar glaubhaft vorgetragen kann, wenn man mit Hilfe statistischer Zahlen Äpfel mit Elefanten zusammenrechnet. Auch in der Politik sind sie ganz stark vertreten und ganz oben, wie auch nicht? Über den Mangel an bestallten Politikerinnen können wirklich nur gleichmacherische Feministinnen klagen, mit der Statistik-Sense in der Hand, die keine Qualitäten, nur Mengen kennt.

Frau und Mutter als Beruf

Im übrigen eröffnet Frau Varesco das Thema nicht mit „Frau“, sondern mit „Mutter“. Da ist ein Unterschied. Und da kann ein Bertolaso in Rom seiner Rivalen ruhig den Tipp geben, sie wäre im Beruf Mutter besser dran als im Beruf Bürgermeister. Sind es doch die Frauen, die den Beruf Mutter einfordern. Denn die politisch mancherorts gewünschte Rente, die Steuerzahler  jeder Mutter bezahlen sollten, ist schon ein Teil-Lohn für die Arbeit als Mutter und daher ist Mutter ein Beruf mit öffentlichem Arbeitgeber. Ob das auch volkswirtschaftlich hinhaut, ist noch einmal eine Frage.

 

 

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