Gülle

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Außer dem Geruch ist nichts auszusetzen an der Gülle, selbst wenn das Wort in Tirol etwas Fremdes an sich hat. Nicht etwa weil Güle Güle bei den Türken Tschüss oder Pfiati heißt. Denn die Türken sind in Tirol längst schon heimisch und damit auch ihr Gülegüle. Aber auf die Felder und Wiesen haben wir Tiroler nie Gülle oder Jauche ausgebracht, sondern immer nur Sur oder Mist.

Wenn also unsere Südtiroler Vieh- und Almbauern gerade mit den Landesbeamten um die Gülle in den Natura 2000 Schutzgebieten streiten, dann geht es auf gut tirolerisch gesagt um die Sur. Es gibt keinen Grund, das althergebrachte Wort nicht auch in der Zeitung und im Gesetz zu verwenden, oder?

Auch wenn der Igl den nützlichen Flüssig-Dünger aus dem Kuhstall am liebsten als „Suhr“ schreiben würde, um das Düngen vom Suren abzuheben. Letzteres ist der Vorgang, den man weiter nordwärts Pökeln nennt. An einer winterlichen Tiroler Schlachtplatte mit gesurtem  Schweinernen ist deswegen aber nichts auszusetzen, erst recht nicht der Duft. Gülegüle.

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