Der Leps

Weintrauben von der Hauslaube - Bild G.J. Dekas (c) 2020
Weintrauben von der Hauslaube - Bild G.J. Dekas (c) 2020

Leps, das war einmal der Alltagswein der Bauern oder auch der Wein der Armen. Wie alles, was der Küchenchef namens Not erfunden hat, genial und köstlich.

Nachdem der Wein für die Herrschaft und für die besonderen Anlässe abgezogen und gemacht ist, werden die Trester im Fass noch einmal mit Wasser und etwas Zucker aufgegossen und nachgegärt. Es entsteht ein zartrosa, leicht moussierendes, ganz schwach alkoholhaltiges, saures Getränk.

Der Leps war früher fester Bestandteile jeder Wiesenmarend – also die Mahlzeit, die man während des Heuens, Wimmens oder Klaubens in geselliger Runde auf dem Feld eingenommen hatte. Im Schatten eines Baumes. Vorbei die Zeit.

Der Leps ist von der Traube und ist als ein Nachzügler des Weines ebenso rein – kein Gepansche. Schade, dass es ihn heute nicht mehr gibt.

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Dr.phil. Georg Dekas

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