Vintschger Straße grüner Irrweg

12. Juli 2014, Vintschger Straße: „Wieder einmal ging über Stunden nichts weiter“ (DOL/lie, S. 31) Wen wundert‘s? Die 10 grünen Vintschger Sturschädel, die sich als „Umwelt“-Gläubige vor einem Vierteljahrhundert jedem Ausbau einer kreuzungsfreien Überlandstraße widersetzt und es fertig gebracht haben dass diese Ader, die ein großartiger Anschluss an den Westen (Augsburg, Bregenz, Zürich, Basel) hätte sein können, bis heute zu einer Stadtteil-Straße mit Tempo 30, Zebrastreifen, Blumenbeeten usw. zurück gestaltet wurde. Diese grünen Alt-68er von damals hingen dem Irrglauben an, dass „bessere“ Straßen „mehr“ Verkehr“ anziehen.

Ja, vielleicht. Aber deshalb stimmt der Umkehrschluss noch lange nicht – dass nämlich der Verkehr weniger wird, wenn man Straßen zu Hürden- und Hindernis-Parcours macht. So, und jetzt hat Vintschgau seinen selbst verschuldeten Blechsalat. Jetzt ist bewiesen, dass der Verkehr, und vor allem der hausgemachte trotz aller Hindernisse gewachsen ist. Nur ist es heute fast unmöglich, eine neue kreuzungsfreie Überlandstraße zu bauen.

Und so müssen Kinderwägen und Sattelschlepper, Mami-PKWs und Traktoren; Motorräder und Radfahrer lebensgefährlich eng verkehren. Der tödliche Motorradunfall, der heute gemeldet wird, ist der dritte im selben Streckenabschnitt in drei Monaten. Auch der geht auf das Konto einer grunfalschen Verkehrspolitik im Vintschgau. Opfer sind die Ortsunkundigen, die es betrügt, eine lange Gerade vor sich zu sehen, die in Wirklichkeit eine Stadtstraße mit lauter unsichtbaren Nebenstraßen in die Obstwiesen hinein ist.

Die Bauern und Anwohner haben alles Recht auf eine eigene Verkehrsstraße – aber bitte nicht auf einer Überlandstraße! Derweil baut der Landesadler eine Tunnelumfahrung nach der anderen, um die Ortschaften zu entlasten. Für dieses Geld und diese Mühen hätte man genauso eine „Mebo“ bis nach Landeck bauen können. So aber fehlt dem Vintschgau die Voraussetzung für eine weitere Entwicklung. Und jetzt sorgen sich die Politiker darum, dass die Jungen in den Kleingemeinden des oberen Vintschgau abwandern. Wen wundert‘s?

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