Wissen ist Macht. Bewegt euch!

Das hat der berühmte Francis Bacon gesagt, der Engländer. Sicher, wer weiß, kann machen. Also heißt es lernen, um zu wissen, wie man „es“, wie man etwas, richtig gut macht. Einen Dachstuhl genauso wie eine Software, ein Auto, eine Rakete oder einen Staubsauger. Oder wie man die Gehirne anderer steuert, indem man ihnen schön zuredet und ihre tierischen Triebe reizt und sie so in die gewünschte Richtung  treibt. Dass Wissen Macht ist, das wussten schon die Steinzeitjäger und die Hohepriester aller Tempel. Und wenn die etwas nicht wussten, dann haben sie eben etwas erfunden und es als Wissen verkauft.  Das sicherte ihre Macht. Der schlaue Bacon hat das nicht gesagt, weil er die Macht der Schriftgelehrten, der Hohepriester und Wahrsager, der Heilsverkünder,  der Rechthaber, Politiker und Marketingheinis bestärken wollte. Genau gegen sie ist es gerichtet. Lerne nicht in den Büchern, meinte er. Übernimm nicht die Meinungen. Erforsche die Natur, schau genau hin, wie die Dinge laufen, beobachte, teste, versuch es nochmal, so lange, bis du genau weißt, wie es läuft. Das ist Wissenschaft. Und die gibt dir am Ende die Macht über die Buchstabenscheißer.

Bacon lebte in einer Zeit, die aufbegehrte. Tausend Jahre lang vorher hatte sich niemand die Mühe gemacht, die Dinge wirklich anzuschauen. Alle hatten nur Bücher gelesen und nachgeplappert. Schluss damit. Die Folge war der Siegeszug der Wissenschaft und der Technik. Heute sind wir aber schon wieder in der Lage, dass die Hälfte aller „Gebildeten“ nichts mehr selber erforscht und macht und ausprobiert, sondern nur büffelt und Noten schreibt. Unser Bildungswesen ist mastodontisch aufgebläht. Junge Leute müssen sich bis zum dreißigsten Lebensjahr den Hintern wundsitzen, um am Ende – herzlich wenig genau zu wissen – und erst recht, noch weniger zu können.

Wenn Bildung und Ausbildung an den Schulen einen Wert haben soll, dann gilt es, viel von dem Ballast abzuwerfen, den staatliche Erziehungsprogramme aufgehäuft haben.  Rechnen, lesen und schreiben lernt man bald. Der Rest ist Aufbewahrung. Kombiniert mit Gehirnwäsche im Sinn der Hohepriester. Davon wegkommen, die jungen Leute wieder mehr tun, sich bewegen und machen lassen, sich an den Sachen messen, nicht an den Meinungen, das ist die Challenge von heute. Unterschrieben: Francis Bacon.

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