Brennsupp

Bild: Pixabay
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Nichts leichter und besser als eine Brennsupp! Von wegen schnelle Nudel! Die (Ein-)Brennsuppe ist noch schneller, macht weniger dick und ist leicht verdaulich.

Dabei war die Brennsupp im alten Tirol das Armenessen schlechthin. Schmalz, Mehl, Wasser, Salz. Und beim Anrichten einen Schuss Wein hinein für die Großen und einen (Wein-)Essig für die Nüchternen und die Kinder. „Bin decht nit auf der Brennsuppn dahergschwommen“, sagt ein Tiroler, der sich unter Wert gehandelt sieht.

Die moderne, hausgemachte Brennsupp geht mit Butter statt Schmalz. Das Fett zergehen lassen, feines Weizenmehl einstäuben, unter Rühren im Fett leicht anschwitzen (sandgrau) bis einbrennen lassen leichtes Braun), Je nach Vorliebe und Möglichkeit mit  Wasser (plus Knorrwürfel oder Töpfli) oder vorrätiger  Fleischsuppe aufgießen und sämig rühren. Bei Bedarf nachsalzen. Fertig.

Manche schlagen kurz vor dem Aufkochen noch ein Ei hinein, das nur leicht mit verquirlt wird, so dass alles vom Ei noch sichtbar ist und der Suppe eine Textur gibt.

Vorsicht bei weiteren Zugaben wie dem traditionellen Schuss Wein oder Essig, Grana (Parmesankäse), der heute fast auf alles drübergestreut wird, Kräutern wie Schnittla, Kerbel u.ä. Bei der Brennsupp ist weniger mehr.

Die Brennsupp ist übrigens Grundlage für ein weiteres Tiroler Nationalgericht, das vom Aussterben bedroht ist – die Saure Supp, kurz Saure genannt.

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Dr.phil. Georg Dekas

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